Komplettinstallation
Die gesamte Elektroinstallation eines Neubaus oder einer Kernsanierung, von der Zuleitung bis zur letzten Steckdose.
Neubau, bei dem die Installation von Grund auf geplant wird. Sanierung, die ein bestehendes Objekt auf einen zeitgemäßen Stand bringt. Altbau-Modernisierung, die eine über Jahrzehnte gewachsene Installation neu ordnet — Schutzleiter, Stromkreise und Verteiler dort, wo DIN VDE 0100 sie verlangt.
Kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung — vor jeder Begehung.
In vielen Installationen vor den 1970er-Jahren wurde ohne grün-gelben Schutzleiter verdrahtet. DIN VDE 0100 kennt für Steckdosen- und Beleuchtungsstromkreise heute keinen Verzicht darauf.
Ein Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) für den Personenschutz fehlt in vielen älteren Verteilern, weil er bei der ursprünglichen Installation noch nicht gefordert war.
Ein einzelner Stromkreis für eine ganze Wohnungsetage stammt aus einer Zeit ohne Herd, Waschmaschine und Homeoffice-Technik gleichzeitig am Netz.
Aderleitungen mit brüchiger, verhärteter Isolierung oder Steigleitungen aus der Bauzeit halten dem heutigen Verbrauch nicht mehr verlässlich stand.
Mehr zum Unterschied zwischen Personenschutz und Leitungsschutz: Sicherung & FI-Schalter.
Nürnbergs Bausubstanz hat kein einheitliches Baujahr — und damit auch keine einheitliche Elektroinstallation.
Die Altstadt wurde nach der Zerstörung von 1945 größtenteils originalgetreu wieder aufgebaut, durchsetzt mit Nachkriegsbauten. Dichte Hinterhöfe und denkmalgeschützte Bauten erschweren oft die Zugänglichkeit der Leitungswege.
Typischer Befund: Kein SchutzleiterGostenhof wuchs allein zwischen 1855 und 1895 von rund 1.711 auf rund 40.000 Einwohner. Die dichte Mietshausbebauung dieser Zeit — auch in St. Johannis und Wöhrd — hat bis heute einen hohen Vermietungsanteil.
Typischer Befund: Veraltete SteigleitungAls geplante Nachkriegs-Trabantenstadt für rund 40.000 Menschen mit niedrigeren Mehrfamilienhäusern im Grünen angelegt. Die Erstinstallation ist jünger, genügt aber oft nicht mehr dem heutigen Verbrauch.
Typischer Befund: Zu wenige StromkreiseFünf Bausteine — je nach Anlass kommen sie einzeln oder zusammen zum Einsatz.
Die gesamte Elektroinstallation eines Neubaus oder einer Kernsanierung, von der Zuleitung bis zur letzten Steckdose.
Einzelne Räume oder Etagen werden neu verkabelt, während der Rest der Installation unverändert bleibt.
Zusätzliche Stromkreise für Küche, Homeoffice oder Werkstatt, wo die vorhandene Verteilung an ihre Grenzen kommt.
Anpassung oder Neubau des Verteilers, damit für FI-Schalter, Leitungsschutz und künftige Stromkreise Platz und Reserve vorhanden ist.
Messprotokoll und Übergabe, damit nachvollziehbar bleibt, was verbaut wurde und wie es geprüft wurde.
Eine Installation, die niemand anfasst, genießt Bestandsschutz — sie muss nicht von sich aus an jede neue Norm angepasst werden, nur weil sich die Norm seit ihrer Errichtung weiterentwickelt hat.
Sobald wesentlich erweitert oder verändert wird, gilt für den neuen oder veränderten Teil der aktuelle Stand der Technik — nicht rückwirkend für den Rest der Anlage.
Überspannungsschutz (SPD) ist seit der Ausgabe 2016-10 von DIN VDE 0100-443/-534 — bindend seit dem 15.12.2018 — für neue Installationen und wesentliche Erweiterungen grundsätzlich vorgesehen.
Ob eine Maßnahme als „wesentlich” gilt und was das für Ihre Installation bedeutet, klären wir vor Ort — nicht am Telefon vorab.
Wir sehen uns die vorhandene Installation an: Verteiler, Leitungswege, Zugänglichkeit.
Die Norm und die technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers legen fest, was die Installation braucht.
Verlegung, Anschluss und feste, zugängliche Klemmstellen nach DIN VDE 0100-520.
Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600, dokumentiert im Messprotokoll.
Sie schildern, worum es geht — Neubau, Sanierung oder welcher Teil der Altbau-Installation Sie beschäftigt — und wir ordnen ein, was als Nächstes sinnvoll ist. Erst danach wird eine Begehung vereinbart.
Schlitze, die für neue Leitungen geöffnet werden, verschließen wir fachgerecht — das Verputzen und Streichen selbst übernimmt ein anderes Gewerk. Das klären wir vorab, nicht erst, wenn die Wand schon offen ist.
Planung und Ausführung der festen Installation übernimmt bei uns eine Elektrofachkraft.
Elektroinstallation ist unser alleiniges Gewerk — keine Nebenleistung neben anderen Gewerken.
Gerade bei einer neuen oder erweiterten Installation mit Anschluss an das Netz ist der Eintrag im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers nach NAV § 13 Voraussetzung dafür, dass eine Firma die Arbeit überhaupt in Auftrag nehmen darf. Wir erfüllen sie.
Für Elektroinstallationsarbeiten sind wir haftpflichtversichert.
In den dichten Gründerzeit-Mietshäusern von Gostenhof, St. Johannis und Wöhrd, in der wiederaufgebauten Altstadt und in den Arbeiterwohnungen von Schweinau, St. Leonhard und Eberhardshof — Stadtteile mit ähnlichem industriellem Erbe im Südwesten und Westen der Stadt. In der jüngeren Trabantenstadt Langwasser geht es öfter um die Erweiterung einzelner Stromkreise als um eine Komplettinstallation.
Ihr Stadtteil steht nicht dabei? Wir sind trotzdem für Sie da — alle Einsatzgebiete im Überblick.
Fünf Fragen, die vor einer Begehung meist als Erstes kommen.
Bei einer Teilerneuerung oder Stromkreis-Erweiterung meist ja, Raum für Raum. Bei einer Komplettinstallation im Zuge einer Sanierung ist die Wohnung in der Regel ohnehin nicht bewohnt. Wir sprechen das vor Beginn konkret durch.
Für neue Leitungswege werden Schlitze geöffnet — das erzeugt Staub. Wir grenzen den Arbeitsbereich ab und verschließen die Schlitze fachgerecht; das Verputzen selbst ist Sache eines anderen Gewerks.
Begehung, Planung nach DIN VDE 0100 und den technischen Anschlussbedingungen, Ausführung, dann Messung und Abnahme mit Protokoll — in dieser Reihenfolge, nicht andersherum.
Ein Messprotokoll aus der Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600, das festhält, was geprüft wurde und mit welchem Ergebnis.
Nein — eine unveränderte Bestandsinstallation genießt Bestandsschutz. Nur der tatsächlich erweiterte oder veränderte Teil muss dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
Kostenlos und unverbindlich — anschließend besprechen wir, ob und wann eine Begehung sinnvoll ist.