Fehlersuche
Stromkreise einzeln prüfen, den auslösenden Kreis eingrenzen, messen statt raten.
Der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI, RCD) schützt Personen, der Leitungsschutzschalter — im Volksmund „die Sicherung” — schützt die Leitung. In vielen Nürnberger Altbauten mit Gründerzeit-Verteiler fehlt der FI für die Steckdosenkreise bis heute, obwohl DIN VDE 0100-410 ihn im Wohnbereich verlangt. Schildern Sie uns am Telefon, was ausgelöst hat.
Kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung — die Einordnung erfolgt erst nach Ihrer Schilderung.
„Die Sicherung ist raus”, sagen viele Anrufer — gemeint ist mal der FI, mal der Leitungsschutzschalter. Für die Fehlersuche macht das einen Unterschied.
Der Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) vergleicht den Strom, der hin- und zurückfließt. Weicht er ab, schaltet er in Millisekunden ab — er schützt Menschen vor einem Stromschlag, etwa bei einem defekten Gerät. DIN VDE 0100-410 verlangt ihn für Steckdosenkreise im Wohnbereich.
Der LS-Automat — umgangssprachlich „die Sicherung” — schützt die Leitung selbst vor Überlast und Kurzschluss und verhindert damit einen Leitungsbrand. Mit Personenschutz hat er nichts zu tun, dafür ist der FI zuständig.
Beide sitzen im selben Verteiler, oft nebeneinander — welches Bauteil ausgelöst hat, entscheidet, wie wir weiter vorgehen.
Trennen Sie zuerst alle angeschlossenen Verbraucher am betroffenen Stromkreis und schalten Sie einmal wieder ein. Löst der Schalter sofort erneut aus, lassen Sie ihn aus — das spricht für einen Kurzschluss, kein Wiedereinschalten auf Verdacht.
Riecht es nach Schmorendem oder ist die Sicherung bzw. eine Steckdose warm bis heiß geworden: betroffenen Stromkreis stromlos schalten, nichts berühren, nichts wieder einschalten. Bei sichtbarem Feuer oder Rauch zuerst die Feuerwehr 112, danach den Notdienst.
Eingedrungene Nässe an Leitung, Steckdose oder Gerät erzeugt einen Fehlerstrom.
Ein beschädigtes Kabel oder ein Gerätefehler leitet Strom ab — der FI reagiert korrekt.
Spröde, jahrzehntealte Kabelisolierung im Gründerzeit-Verteiler verliert an Widerstand.
Viele kleine Ableitströme mehrerer Verbraucher addieren sich, bis der FI-Grenzwert erreicht ist.
Zu viele gleichzeitig laufende Verbraucher an einem Stromkreis überfordern den Leitungsschutzschalter.
Ein direkter Fehler zwischen den Leitern löst den LS-Automat sofort und ohne Wiederanlauf aus.
Stromkreise einzeln prüfen, den auslösenden Kreis eingrenzen, messen statt raten.
Beschädigte oder veraltete Schutzschalter fachgerecht ersetzen.
Steckdosenkreise ohne FI auf den nach DIN VDE 0100-410 geforderten Personenschutz bringen.
Messwerte dokumentiert — passt auch zur turnusmäßigen Elektroprüfung nach DIN VDE 0105-100.
Nicht jede ältere Installation ohne FI muss automatisch nachgerüstet werden.
Angeschlossene Geräte am betroffenen Kreis abklemmen, Ausgangslage schaffen.
Den betroffenen Kreis gezielt freischalten, Nachbarkreise bleiben unberührt.
Isolationswiderstand und Fehlerstrom mit dem Messgerät prüfen, nicht schätzen.
Bauteil tauschen oder FI nachrüsten, danach Funktionsprüfung und sicherer Wiederanlauf.
FI-Schalter oder Leitungsschutzschalter — wenn Sie es erkennen können.
Einmalig ausgelöst, wiederholt, oder dauerhaft ausgeschaltet.
Eine Steckdose, ein Raum, oder die ganze Wohnung.
Die kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung ordnet ein, ob es sich um einen akuten Fall oder einen planbaren Termin handelt — die Zahl folgt erst dem Befund, nicht dem Anruf.
FI und Leitungsschutzschalter übernimmt bei uns eine Elektrofachkraft — nicht eine angelernte Hilfskraft.
Elektroarbeiten sind unser alleiniges Gewerk — keine Nebenleistung neben anderen Gewerken.
Für Arbeiten an der festen Elektroinstallation sind wir beim Netzbetreiber eingetragen (NAV § 13).
Für Arbeiten am Verteiler und an der festen Installation abgesichert.
In den Gründerzeit-Mietshäusern von Gostenhof und in den Altbau- und Villenquartieren von St. Johannis stehen bis heute Verteiler ohne FI für die Steckdosenkreise. Auch in der nach 1945 wiederaufgebauten Altstadt, in der dichten Bebauung von Wöhrd und in den früheren Arbeiterwohnungen von St. Leonhard trifft man auf gewachsene, nicht immer vollständig nachgerüstete Elektrik.
Ein ausgelöster FI hängt gelegentlich mit einer defekten Steckdose zusammen — mehr dazu unter Steckdosen & Schalter — oder betrifft am Ende den ganzen Stromkreis, siehe Stromausfall.
Ihr Stadtteil steht nicht dabei? Ein kurzer Anruf klärt das — alle Einsatzgebiete im Überblick.
Vier Fragen, ehrlich beantwortet — auch die zur Nachrüstpflicht.
Häufig durch ein Gerät im Standby-Betrieb — etwa ein Kühlschrank oder ein Ladegerät — mit steigendem Ableitstrom, seltener durch Feuchtigkeit an einer Außensteckdose. Ohne Messung lässt sich das am Telefon nicht sicher sagen.
Der FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter, RCD) schützt Personen vor Stromschlag. Der Leitungsschutzschalter — umgangssprachlich „die Sicherung" — schützt die Leitung vor Überlast und Kurzschluss. Zwei Bauteile, zwei Aufgaben.
Nein. Die feste Elektroinstallation ist nach NAV § 13 und DIN VDE 0100 der Elektrofachkraft vorbehalten — es geht um Personenschutz und um Ihren Versicherungsschutz.
Nicht zwingend: Eine unveränderte Bestandsanlage genießt Bestandsschutz. Wird am Stromkreis wesentlich geändert oder erweitert, greift die Nachrüstpflicht nach DIN VDE 0100-410.
Kostenlos und unverbindlich — wir sagen Ihnen ehrlich, was als Nächstes ansteht.